Aber zuvor möchte ich Euch drei Fragen stellen; beantwortet Sie doch in Ruhe für Euch. Seit dabei bitte ehrlich zu Euch selbst:
1. was bedeutet es für Euch zu beten? Ist es für Euch wirklich reden mit Gott, oder ist ein so ein notwendiges Übel bzw. betet Ihr nur, wenn ich was von Gott haben möchtet?
2. habt Ihr es schon mal ausprobiert Gott im Gebet „anzuklagen“!? Meine nicht, dass Ihr Gott einfach mal zur Schnecke macht. Ich meine eher, dass Ihr Eure Not, Ängste, Ver-zweiflung, etc. im Gebet vor Gott bringt.
3. glaubt Ihr daran, dass Gebet was bringt!? Mal ganz direkt gefragt: rechnet Ihr wirklich damit, dass Gott auf Eure Gebete antwortet? Es ist ja dann schon eine Art „Risiko“! Jetzt überlegt mal, wenn Gott jedes Gebet in Erfüllung gehen lassen würde. Wäre das echt immer so gut?
Bei mir sieht das ungefähr so aus:
zu Frage 1:
Für mich ist Beten mit Gott wie ein Gespräch mit einem guten Freund. Ich kann Gott echt alles erzählen. Ich sehe es eher als ein Privileg an, dass ich mit Gott jeden darf. Ich kleines Menschlein darf mit einem großen und mächtigen König reden. Einfach so, wenn es mir da-nach ist. Schon toll!
zu Frage 2:
Oh ja. Ich habe Gott schon oft angeklagt. Es liegt einfach daran, dass wir Gottes Wege nicht immer verstehen. Und wie reagieren Kinder oft, wenn sie was nicht verstehen!? Sei heulen rum, sind am motzen und sind SEHR stur!
Wenn ich aber z.B. daran zurückdenke, als bei meinem Vater Prostatakrebs festgestellt wor-den ist! Ich sag es Euch. Ich war fertig mit der Welt, als mir das meine Eltern erzählt haben!!! Der Vater eines guten Freundes von mir ist an Prostatakrebs gestorben, als er grade mal neun Jahre jung war! Ich habe massiv an Gott gezweifelt. Es waren dann so Gebete wie z.B.: Gott. Du darfst meinen Vater nicht sterben lassen. Das geht einfach nicht. Obwohl ich schon älter bin. Trotzdem brauche ich meinen Vater noch. Also mache meinen Vater ja wieder gesund!
Ich denk jetzt mal nicht, dass sich Gott von meine „Drohungen“ einschüchtern ließ; sicher nicht! Aber es ist geschehen: Mein Vater hatte ein Operation, und es geht ihm wieder gut!
zu Frage 3:
Um diese Frage zu beantworten zu können, muss ich mal ins Jahr 2008 zurückblicken. Ein guter Freund von mir, hat mich letzte Woche an ein Gebetsanliegen von vor einem Jahr erin-nert. Ich habe Gott gebeten, dass ER mich benutzt bzw. aktiver werden lässt! Und irgendwie ist das witzig, aber: Im Augenblick darf ich das erleben, dass Gott mich benutzt bzw. aktiv werden lässt. Ich darf fast jeden Tag für Menschen in meiner Umgebung beten. Dadurch be-komme ich so viel Freude. Es ist einfach unbeschreiblich!
Nun möchte ich Euch mal ein paar Bibelstellen vorstellen, die sich mit den Thema: BETEN befassen:
• 1. Mose 24,63 Und er war ausgegangen, um zu beten auf dem Felde gegen Abend, und hob seine Augen auf und sah, dass Kamele daherkamen.
• 1. Könige 8,45 so wollest du ihr Gebet und Flehen hören im Himmel und ihnen Recht schaffen.
• Nehemia 1,11 Ach, Herr, lass deine Ohren aufmerken auf das Gebet deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die von Herzen deinen Namen fürchten. Und lass es deinem Knecht heute gelingen und gib ihm Gnade vor diesem Mann! - Denn ich war des Königs Mundschenk.
• Psalm 5,3: Vernimm mein Schreien, mein König und mein Gott; denn ich will zu dir beten.
• Psalm 6,10 Der HERR hört mein Flehen; mein Gebet nimmt der HERR an.
• Psalm 23. (Der gute Hirte)
1 "Ein Psalm Davids." Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. 2 Er wei-det mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. 3 Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. 4 Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. 5 Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht mei-ner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. 6 Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
• Psalm 90,1 "Ein Gebet des Mose, des Mannes Gottes." Herr, du bist unsre Zuflucht für und für.
• Psalm 102,2 HERR, höre mein Gebet und lass mein Schreien zu dir kommen!
• Psalm 130 (Aus tiefer Not / Der sechste Bußpsalm)
1 "Ein Wallfahrtslied." Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir. / 2 Herr, höre meine Stimme! Lass deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens! 3 Wenn du, HERR, Sünden anrechnen willst - Herr, wer wird bestehen? 4 Denn bei dir ist die Vergebung, dass man dich fürchte. 5 Ich harre des HERRN, meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort. 6 Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter auf den Morgen; mehr als die Wächter auf den Morgen 7 hoffe Israel auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade und viel Erlösung bei ihm. 8 Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden.
• Psalm 138,2 Ich will anbeten vor deinem heiligen Tempel und deinen Namen preisen für deine Güte und Treue; denn du hast deinen Namen und dein Wort herrlich gemacht über alles.
• Psalm 143,1 "Ein Psalm Davids." HERR, erhöre mein Gebet, / vernimm mein Flehen um deiner Treue willen, erhöre mich um deiner Gerechtigkeit willen.
• Matthäus 21,22 Und alles, was ihr bittet im Gebet, wenn ihr glaubt, so werdet ihr's empfangen.
• Lukas 22,32 Ich aber habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre. Und wenn du dereinst dich bekehrst, so stärke deine Brüder.
• Apostelgeschichte 6,4 Wir aber wollen ganz beim Gebet und beim Dienst des Wortes bleiben.
• Römer 12,12 Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet.
• Epheser 6,18 Betet allezeit mit Bitten und Flehen im Geist und wacht dazu mit aller Beharrlichkeit im Gebet für alle Heiligen.
• Kolosser 4,2 Seid beharrlich im Gebet und wacht in ihm mit Danksagung!
• Jakobus 5,15 Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird ihn aufrichten; und wenn er Sünden getan hat, wird ihm vergeben werden.
Findet Ihr es nicht interessant, wie oft man das Wort „Beten/Gebet“ in der Bibel findet?
Es fällt Euch aber vielleicht auch auf, dass es nicht in jedem Vers um ein Gebet im Bezug auf ein positives Ereignis handelt? Aus diesem Grund habe ich auch die Psalmen 23 und 130 komplett eingefügt. Bei Psalm 23 finde ich es so interessant, dass es echt auf und ab geht. Man kann schon das Vertrauen von David auf Gottes Hilfe spüren. Aber trotzdem schrieb er z.B. Vers 4:
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.(Psalm 23,4 (Luther 1984)
Oder überlegt mal, wie es Paulus ergangen ist. Ich habe in letzter Zeit die Apostelgeschichte gelesen. Da geht es echt auf und ab. Oder auch in Epheser.
Epheser ist ein relativ kurzes Buch. Könnte man mal fix durchlesen, und sich mal so alle Sa-chen im Bezug auf „Gebet“ aufschreiben!?
Ich wünsche Euch viel Spaß, und auch gute und intensive Begegnungen mit Gott/dem Wort Gottes!
Alles Gute und Gottes Segen!
Euer Timo
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen